Meike Kollmeyer
Still- und Laktationsberaterin IBCLC

IBCLCs sind ...

...examinierte Still- und Laktationsberaterinnen.

...eine Berufsgruppe, die nach einem medizinischen Grundberuf eine Zusatzqualifikation durchlaufen haben und die fachliche Kompetenz mit einem Examen und regelmäßiger Rezertifizierung nachgewiesen haben. Sie erfüllen mit ihrer Zusatzqualifikation die Anforderungen an das Gesundheitspersonal, die das EU-Projekt ausdrücklich fordert: Aktionsplan "Schutz, Förderung und Unterstützung des Stillens in Europa"- Förderung des Stillens in Europa - EU Project Contract N. SPC 2002359

...durch das IBLCE (International Board of Lactation Consultant Examiners) zertifiziert
...worden. (www.iblce-europe.org)

...eine Berufsgruppe, deren Titel Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC (International
...Board Certified Lactation Consultant) international geschützt ist.

...eine Berufsgruppe, die in Deutschland nahezu flächendeckend vertreten ist.

...eine Berufsgruppe, die jährlich eine Million und mehr Mütter und Familien
... in der sensiblen Phase nach der Geburt sowie während der Säuglings- und
... Kleinkinderzeit betreut.

...eine Berufsgruppe aus den verschiedensten Gesundheitsberufen, die Zusamenarbeit
...und Kooperation mit allen am Stillen interessierten Berufen bietet.

...unabhängige Fachpersonen ohne Beeinflussung von kommerziellen Interessengruppen.


 

Still- und Laktationsbernterin IBCLC

International Board Certified Lactation Consultant

Artikel erschienen im Hamburger Ärzteblatt 12/98. aktualisiert 7/2000

Im Laufe der Zeit haben sich die Meinungen und Bewertungen zum Thema "Stillen" mehrfach geändert. Zunächst war es selbstverständlich, dass gestillt wurde, denn es gab keine verlässliche Alternative. Dann kam der Siegeszug immer besserer industrieller Säuglingsfertignahrungen. Die Brustfütterung wurde von der Flaschenfütterung abgelöst, was von vielen Eltern wie auch medizinischem Personal begrüßt wurde. Heute zeichnet sich in unserer Gesellschaft und in medizinischen Fachkreisen erneut ein gewisser Einstellungswandel ab. Viele Studien und wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die physische und psychische Gesundheit der Säuglinge durch das Stillen gefördert wird und diese Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter nachweisbar sind.

 

In den skandinavischen Ländern – wo die Stillrate mittlerweile sehr hoch ist - zeigte sich, dass die Aufklärung der jungen Eltern allein nicht hilft, die Stilldauer zu erhöhen. Es erfordert mehr: gute Voraussetzungen sowie individuelle Beratung und Begleitung in der gesamten Zeit der Stillbeziehung. Wenn Stillprobleme auftreten, werden meist die niedergelassenen Gynäkologen oder Pädiater konsultiert. Die jeweilige Fachausbildung des Gesundheitspersonals (Hebammen, Krankenschwestern und Ärzte/Ärztinnen) beinhaltet jedoch wenig praktische Information und noch weniger wissenschaftlichen Hintergrund zum Problemkreis Stillen und Laktation. Bedingt durch mangelnde Lehrinhalte auf diesem Gebiet, sind oftmals die, Ursachen für Stillprobleme nicht rasch zu erkennen und durch wirksame Anleitung zu überwinden. Auch der Zeitfond dieser Berufsgruppen lässt den Beratungsaufwand oft nicht zu. In Ergänzung zu den bestehenden Einrichtungen und Dienstleistungsangeboten sind Still- und Laktationsberaterinnen eine Anlaufstelle für die im Zusammenhang mit Stillen und Laktation sich ergebenden Fragen und Probleme. Sie können auch die nach wie vor oft bestehende Grenzen zwischen Gynäkologie und Pädiatrie besetzen. Sie bieten eine fachlich kompetente und einfühlsame Beratung, die den individuellen Wünschen und Bedürfnissen von Mutter und Kind gerecht wird.

 

Still- und Laktationsberaterinnen haben eine umfassende Ausbildung absolviert. Den Abschluss bildet ein Examen, welches vom International Board of Lactation Consultant Examiners (IBLCE), einer Expertengruppe auf dem Gebiet des Stillens aus verschiedenen Gesundheitsberufen, abgenommen wird. Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung sind eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem medizinischen/ pflegerischen Beruf sowie 1.800 Praxisstunden in der Stillberatung bzw. mehrere Berufsjahre in der Mutter-Kind-Stillbetreuung, oder die Approbation als Arzt/Ärztin und 1.200 Praxisstunden in der Stillberatung.

 

Die Weiterbildung zur Still- und Laktationsberaterin umfasst ein umfangreiches theoretisches Wissen über alle Aspekte der Laktation, die bisher nur partiell in den Fachgebieten Gynäkologie, Pädiatrie, Allergologie, Psychologie usw. vermittelt wurden. Die Kompetenzbereiche dieser Berufsgruppen bleiben unberührt. Es sollte aber im Rahmen der umfassenden Betreuung eine gute Zusammenarbeit erreicht werden. Ständige Weiterbildungen sind Voraussetzung für das Fortbestehen der Qualifikation. Sie umfassen die Organisation von Informationstagen, Fachkongressen und weiteren Bildungsveranstaltungen. Sie bieten wissenschaftlich fundierte Informationen über das Stillen.

 

Das Aufgabengebiet liegt in der Klinik als Still- und Laktationsberaterin auf der Wochenbettabteilung", Neonatalogie und Frühgeborenen-Intensivstation. In der freien Praxis liegt es in der Ambulanz oder bei den Müttern zu Hause - falls ein Hausbesuch gewünscht wird. Die Zusatzausbildung befähigt vor allem dazu, in Problemsituationen,  wie Erkrankung von Mutter und/oder Kind, Frühgeburten, Mehrlingsgeburten, behinderten Kindern mangelnder Gewichtszunahme des Kindes begleitend zur medizinischen Betreuung ein individuelles Konzept zu erarbeiten, das die Möglichkeit zum Stillen bzw. zur Muttermilchernährung sichert. Die emotionale Unterstützung der Mutter in ihrer Beziehung zum Kind steht dabei immer im Vordergrund. Außerdem umfasst die Arbeit einer Still- und Laktationsberaterin Fortbildungen für Ärzte und Ärztinnen, Hebammen, Krankenpflegepersonal, Ernährungsberater und Ernährungsberaterinnen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Eltern-Kind-Zentren u.a. Sie erstellt Still-Standards und beteiligt sich an der Umsetzung des Konzeptes "Stillfreundliches Krankenhaus" der WHO und vom UNICEF auf Abteilungen für Geburtshilfe.

 

Stillen ist ein komplexer Vorgang, und es wäre schlecht, wenn jedes Fachgebiet sich nur auf die Aspekte beschränkt, die für den eigenen Bereich wichtig sind. Unterschiedliche Fortbildungen mit verschiedenen oder gar keinen Prüfungen bei unterschiedlichen Berufsgruppen hätte keine einheitlichen Standards zur Folge. Ein Kompetenznachweis muss sich aber auf das gesamte Gebiet beziehen, das viele Einzelheiten umfasst. Mittlerweile sind auch die Krankenhäuser gefordert, die Frauen im Stillen zu unterstützen. Immer wieder wurden Mütter schon in den ersten Tagen nach der Geburt durch unterschiedliche Ratschläge verunsichert. Auch in Zeiten knapper Kassen sollte hier nicht gespart werden Letztlich kommt das auch der Krankenkasse zugute, da gestillte Kinder im Vergleich zu nicht gestillten Kindern weniger erkranken.

 

Derzeit (Stand Juli 2000) gibt es weltweit ca. 14.000 Still- und Laktationsberaterinnen (IBCLC), davon in ganz Europa aber bisher nur etwa 699. Der Begriff "Still und Laktationsberatung" ist in Deutschland beim Patentamt geschützt worden. Der "Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen IBCLC e.V. (BDL) ist Eigentümer dieser Textmarke und gibt sie nur an IBCLC (International Board Certified Lactation Consultant) weiter. In Deutschland sind zur Zeit 196 examinierte Still- und Laktationsberaterinnen im BDL organisiert, europaweit im "Verband Europäischer Laktationsberaterinnen IBCLC e.V." (VELB). Dieser bietet auch Seminare zur Vorbereitung auf das Examen an. Im Juli dieses Jahres werden europaweit ca. 250 neu Kandidatinnen das Examen belegen. Mütter und Babys profitieren von Fachleuten, die alle vergleichbare Fähigkeiten und Kenntnisse auf dem Gebiet "Stillen und Laktation" haben.

 

Nähere Informationen gibt Ihnen gerne der Berufsverband Deutscher Still- und Laktationsberaterinnen (BDL).

 

Gudrun von der Ohe, Ärztin und IBCLC
2. Vorsitzende des BDL
Niflandring 8
22559 Hamburg
Tel. und Fax (040) 81 56 42

 


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FAX

04105 - 650 235

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Meike Kollmeyer
Lerchenweg 29b
21224 Rosengarten-Klecken

E-Mail

info@still-praxis.de


Copyright © 2001 Barbara Schniebel
Stand: 24. September 2009

In Kooperation mit www.Hallo-Eltern.de die Seite für Schwangerschaft und Baby und mit dem Nachschlagwerk zum Baby

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